Tierschutz wird Topthema im Bundestagswahlkampf: Forderungen an Parteien übergeben

In den nächsten Wochen werden die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien ihre Wahlprogramme beschließen. Der Deutsche Tierschutzbund hat seine tierschutzpolitischen Forderungen an die Parteien übergeben. Europas größte Tier- und Naturschutzdachorganisation setzt darauf, dass der Tierschutz auch in den Parteiprogrammen einen herausragenden Stellenwert erhält.
Die Forderungen des Deutschen Tierschutzbundes und seines Landesverbandes Rheinland-Pfalz umfassen Themen wie die Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen in der Landwirtschaft, den Vorrang für tierversuchsfreie Forschung, das Ende der Wildtierhaltung in Wanderzirkussen, mehr Schutz für Heimtiere und die Stärkung des karitativen Tierschutzes vor Ort. Zu den zentralen Forderungen gehört das Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände und eine umfassende Novellierung des Tierschutzgesetzes in der nächsten Legislaturperiode.
Verstecktes Tierleid im Osternest: Auch gefärbte Eier sollten gekennzeichnet sein!

Bunt gefärbte Eier dürfen in keinem Osternest fehlen – Viele Verbraucher wissen aber nicht, dass sich hinter der Farbschicht oft Eier aus Käfighaltung verbergen. Vorsicht ist auch bei Lebensmitteln wie Eierlikör, Backmischungen, Fertigkuchen und Keksen geboten. Der Grund: Gekochte und verarbeitete Eier sind immer noch von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Der Landesverband Rheinland-Pfalz im Deutschen Tierschutzbund fordert, dass Firmen die Haltungssysteme auch auf allen Fertigprodukten kennzeichnen müssen. Denn nur so kann der Verbraucher Käfigqual sicher erkennen und vermeiden. Solange es keine umfassende Kennzeichnungspflicht gibt, empfiehlt der Verband Tierfreunden, nur gefärbte Eier, die explizit als Eier aus Bio- oder Freilandhaltung gekennzeichnet sind, zu kaufen, oder Eier selbst zu färben. Das macht der Familie Spaß und setzt ein Zeichen für mehr Tierschutz.
Jecken feiern - Tiere leiden
Auch in diesem Jahr heißt es wieder: Alaaf und Helau. Die Jecken feiern in ganz Deutschland den Höhepunkt der „fünften Jahreszeit“ – leider viel zu oft auch in Begleitung ihrer Tiere. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an alle Tierfreunde, ihren Lieblingen den Rummel in der närrischen Zeit zu ersparen. Tiere sollten weder verkleidet noch zu Umzügen mitgenommen werden.

Auch das Mitziehen von Pferden und anderen Tieren ist aus Sicht des Tierschutzes sehr bedenklich. Tierleid verbirgt sich zudem oft hinter bunter Karnevalsschminke. Da aktuell noch Inhaltsstoffe an Tieren getestet werden, sollte man darauf achten nur Schminke von Herstellern aus der Kosmetik-Positivliste zu verwenden. Mit diesen Tipps kann Fastnacht ganz ohne Tierleid gefeiert werden.



