Tierschutzbund hat neuen Vorsitzenden
Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes fordert: Neues Tierschutzgesetz, mehr Hilfe für praktischen Tierschutz
Thomas Schröder ist neuer Präsident, Wolfgang Apel Ehrenpräsident

Die Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes haben ein neues Tierschutzgesetz und mehr Hilfe für den praktischen Tierschutz gefordert. Zudem standen die Neuwahlen der Gremien auf der Tagesordnung. Der bisherige Präsident, Wolfgang Apel, erklärte, dass er nach über 30 Jahren aktiver Arbeit in führenden Positionen, davon über 18 Jahre als Präsident, das Amt abgeben und den Generationenwechsel einleiten wolle. Die aus der gesamten Bundesrepublik angereisten Delegierten der über 700 Mitgliedsvereine wählten Thomas Schröder, der bisher als Bundesgeschäftsführer des Verbandes aktiv war, zum neuen Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes. Wolfgang Apel wurde einhellig zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Mit dem Wechsel an der Spitze des Deutschen Tierschutzbundes hat Wolfgang Apel (60) den Generationenwechsel eingeleitet. Die Vizepräsidentin Dr. Brigitte Rusche ehrte Wolfgang Apel in einer Laudatio. „In den Jahren seiner Präsidentschaft ist es ihm gelungen, den Deutschen Tierschutzbund als schlagkräftigen Dachverband aufzustellen. Aber noch wichtiger ist es, dass der Einfluss unseres Verbandes in Gesellschaft und Politik erheblich gestiegen ist. Heute ist es selbstverständlich, dass der Tierschutz unabdingbar zu einer sozialen Gesellschaft gehört. Wir sind froh, dass Wolfgang Apel auch als Ehrenpräsident weiter für uns aktiv bleibt. Tierschutz mit Herz und Verstand ist und wird unser Leitmotto bleiben.“
Der neue Präsident Thomas Schröder (46), der durch Präsidium und den Länderrat der Mitgliederversammlung vorgeschlagen wurde, will an diese Erfolge anknüpfen. „Wir wollen gemeinsam alles dafür tun, dass die, die Tierschutz rückwärts denken, damit politisch nicht mehr vorwärtskommen“, erklärte Schröder nach seiner Wahl.
Neben den Wahlen standen auch tierschutzpolitische Fragen im Mittelpunkt. Die Delegierten waren einmütig der Meinung, dass das derzeit geltende Tierschutzgesetz dringend einer umfassenden Novellierung bedarf. Zudem machten die Vertreter des praktischen Tierschutzes mit einer Resolution deutlich, dass sich viele der über 500 dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheime in existenzbedrohender Lage befinden. Die Forderung des Deutschen Tierschutzbundes: Mehr finanzielle Hilfe für den praktischen Tierschutz durch Kommunen, Länder und Bund sind notwendig, um den Zusammenbruch des Tierschutzes in der Fläche zu verhindern.
Die Zurückhaltung der kommunalen Spitzenverbände bei der Suche nach einer Lösung wurde scharf kritisiert. „Die Kommunen nehmen jährlich 250 Mio EUR aus der Hundesteuer ein. Davon benötigen wir 20 Prozent als Rettungsschirm“, fordert Apel. Zur Stärkung des praktischen Tierschutzes gehören des Weiteren auch Maßnahmen, um das dramatische Anwachsen der Populationen von frei lebenden Katzen zu bekämpfen. Die Forderung der Versammlung: Eine Katzenschutzverordnung mit einem Kastrationsgebot. Die


