Start Aktuelles Aktuell Demo „Rettet die Tierheime!“ am 24. September in Berlin

Demo „Rettet die Tierheime!“ am 24. September in Berlin

Am 24. September fand vor dem Bundesrat eine Kundgebung zum Thema „Rettet die Tierheime!“ – dem Leitmotto des diesjährigen  Welttierschutztages – statt. Der Deutsche Tierschutzbund kämpfte  dort gemeinsam mit den ihm angeschlossenen Tierschutzvereinen sowie Tierheimen für eine bundesweit einheitliche Rahmenregelung für die Fundtierkostenerstattung und für einen Finanztopf für dringend erforderliche Investitionen .

 

 

 

Die Lage der Tierheime wird immer bedrohlicher.Jährlich werden in den Tierheimen 300.000 Tiere versorgt. Der aktuelle Bestand beläuft sich auf 90.000 Tiere.

„Tierheime sind Tierschutzeinrichtungen. Aber da, wo die Tierheime öffentliche Aufgaben übertragen bekommen, wie beispielsweise die Fundtierbetreuung, muss die öffentliche Hand dafür auch kostendeckende Zuschüsse zahlen", stellte Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, klar und fügte an: „Wenn die Kommunen nicht bald handeln und die Länder und auch der Bund aktiv helfen, dann kann ich unseren Mitgliedsvereinen nur raten, die Fundtierbetreuung nicht mehr zu übernehmen und sich auf die anderen Tierschutzaufgaben zu konzentrieren.

Die Lage vieler Tierheime ist existenzbedrohend. Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Gesetzgebung, wie z. B. die Hundeverordnungen der Länder, schlagen sich im praktischen Tierschutz negativ nieder. Immer mehr Tiere - vor allem alte und kranke - werden aus finanziellen Gründen abgegeben, die Vermittlungsdauer steigt an. Damit einhergehend sind u. a. der Ausbau von Zwingern, aber auch andere bauliche Maßnahmen notwendig. Da die Gesetzgebung z. B. die Haltung von exotischen Tieren in Privathaushalten zulässt, werden auch immer mehr dieser Tiere abgegeben. Die Betreuung ist kostenintensiv. „Das sind nur ein paar Beispiele, wo die Folgen staatlichen Handelns auf den karitativen Tierschutz abgeschoben werden, aber die Verantwortlichen auf kommunaler, Länder- und Bundes-Ebene dafür keinerlei zusätzliche Hilfestellung bieten", erläutert Apel.

Die Demonstration wurde auch durch Grußworte von Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz (SPD), Margit Conrad, Umweltministerin des Landes Rheinland-Pfalz (SPD), Johannes Remmel, Umweltminister des Landes NRW (Bündnis 90 / Die Grünen), Dr. Christel Happach-Kasan MdB, FDP-Bundestagsfraktion, Stefan Liebich MdB, Bundestagsfraktion Die Linke, Undine Kurth MdB, Bündnis 90/ Die Grünen-Bundestagsfraktion begleitet.

 
Landesverband RLP

Geschäftsstelle

54293 Trier
Gotenstraße 39
Telefon: (06 51) 5 37 98
Fax: (06 51) 5 61 02 61

E-Mail:
info@tierschutz-rheinland-pfalz.de