Katzen-Kastrationsaktion mit weiterem Rekord
![]()
Katzen-Kastrationsaktion: Bei 17 Vereinen wurden 1011 Katzen unfruchtbar gemacht
Der Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes hat ein weiteres Mal eine Kastrationsaktionen für Katzen in Privathaushalten, vor allem aber für frei lebende Katzen durchgeführt. Ziel war es, die Vermehrung der Tiere einzudämmen und das Katzenelend zu lindern. In diesem Jahr wurden in zwei Wochen im Janauar 1011 Katzen kastriert.
Die steigende Anzahl frei lebender Katzen stellt ein enormes Tierschutzproblem dar. Die Katzen finden sich auf verwilderten Grundstücken, auf Industriebrachen oder auch auf Friedhöfen. Häufig sind sie die Nachkommen von nicht kastrierten, privaten Hauskatzen oder auch ausgesetzten Tieren. Als domestizierte Haustiere sind Katzen nicht mehr in der Lage, sich und ihre Nachkommen vollständig alleine zu versorgen. Die Tiere leiden teils erheblich, durch Verletzungen oder auch z.B. unter Parasiten. Tierheime sind jedes Jahr mit einer "Katzenschwemme" konfrontiert, manche können zweitweise überhaupt keineKatzen mehr aufenehmen.
17 Mitgliedsvereine hatten sich in diesem Jahr an der Aktion beteiligt, im Rahmen derer die Tierhalter von den Tierschutzvereinen pro kastrierten Tier einen Zuschuss erhalten.
Durch solche Aktionen werden Signale gesetzt, dennoch, so Landesvorsitzender Andreas Lindig, "hoffen wir immer noch auf schnelle, flexible Lösungen, auch mit Unterstützung der Tierärztekammern. Und auch Kommune, Land und Bund sind mehr gefordert“.
Der Landesverband tritt für eine bundesweite Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen ein. Gute Erfahrungen mit einer kommunalen Satzung gibt es bereits in der Stadt Paderborn. Die Veterinärbehörden klären dort die Katzenhalter auf. Die Zahl der Kastrationen der Katzen aus privater Haltung hat deutlich zugenommen. Neben Paderborn haben auch Delmenhorst, Hildesheim und Verden (Niedersachsen), Oer-Erkenschwick, Bergheim, Jülich und Leverkusen (NRW) sowie Bad Dürrenberg (Sachsen-Anhalt) ihre Kommunalverordnung ergänzt. Weitere Städte und Kommunen planen ähnliche Vorstöße.
Kastration hilft Katzenelend zu vermeiden
Der Landesverband richtet daher an alle Katzenbesitzer einen dringenden Appell, ihre Tiere frühzeitig beim Tierarzt kastrieren zu lassen. Darüber hinaus sollte jedes Haustier eindeutig mit einem Mikrochip gekennzeichnet und beim Deutschen Haustierregister (www.registrier-dein-tier.de) kostenfrei eingetragen werden. Nur so kann das Tier bei Verlust eindeutig identifiziert und dem Besitzer zurückgeführt werden.


