Tierisch gut, spannend und informativ: Der Landesverbandauf der BUGA

Spannend, unterhaltsam und auch lehrreich war der Aktionstag des Landesverbandes Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes auf der Bundesgartenschau. Einen Tag lang zog das Programm auf der Bühne des Landes Rheinland-Pfalz auf der Festung Ehrenbreitstein Interessierte an. Sie konnten erleben eine Live-Senung "Herrchen gesucht" mit Moderatorin Claudia Ludwig und Hunden des Tierheims Koblenz, künstlerlisch-hintersinnige Aktionen mit Constanze und Norbert Illig aus Worms und staunen über die Hunde der "Filmdogs", die zeigten, dass die Vierbeiner manchmal mehr Köpfchen als die Menschen haben. Und: Die Arbeitsgruppe "Hund-Katze-Maus" der Koblenzer Diesterwegschule demonstrierte, wie lehrreich es sein kann, wenn Tiere ins Klassenzimmer kommen.

Bei "Herrchen gesucht" fand die WDR-Moderatorin deutliche Worte: "Tiere zu töten, im Ausland, und hier Hunde zu züchten, um sie dann für teures Geld zu verkaufen, ist Unrecht". "Iwan" schien innerlich zuzustimmen, die Leiterin des Koblenzer Tierheims, Kirstin Höfer, hatte den weißen Wuschel für die "Livesendung" mitgebeacht - noch vier Tage zuvor hatte der kleine Hund in einer Tötungsstation in Rumänien seinem Ende entgegengesehen. Und "Summer"? Die Hündin ist ein "Internettier", so informierten die beiden Fachfrauen: Im Internet gesehen, schnell "bestellt", dann gemerkt, welche Arbeit ein Hund macht - und dann ins Tierheim abgeschoben.

Die Künstler Constanze und Norbert Illig machten deutlich mit ihren Buchstabentieren auf, wie wir Tiere benutzen - auch mal als Schmipfworte: "Das zeigt den Wert, den wir Tieren beimessen", so Constanze Illig. Munter ging es durch das Alphabet, von A wie Alphatier bis Z wie Zimtzicke. Da durften sich die Besucher der BUGA dann aussuchen, was sie sein wollten: Vielleicht ein Lindwurm ein Zitronenfalter, Urmel, Bärchen, Kakadu, die Eier legende Wollmilchsau oder fühlten sie sich gar Pudel-wohl?
Im tierischen Klassenzimmer zeigte die Jungen und Mädchen der Arbeitsgruppe "Hund-Katze-Maus" der Koblenzer Diesterwegschule, was sie über und mit en Mitgeschöpfen gelernt haben. "Man soll Hunde erst mal schnuppern lassen", wusste ein Steppke - "Iwan" erwies sich dann aber doch zu knuddelig. Er wurde geherzt und gedrückt und ließ sich auch ungestümes Verhalten gefallen - wie die gelehrigen Hunde der Filmdogs. Sie zeigten mit ihren Trainern, dass Hunde - wenn sie mit Liebe erzogen und trainiert sind - spannende Kunststücke zeigen können.

Landesvorsitzender Andreas Lindig zog ein positives Fazit: "Ich freue mich, dass viele Tierfreunde und Besucher der Bundesgartenschau zu uns an die Bühne gekommen sind. Wir konnten vermitteln, dass Tiere Freude bereiten, aber auch Einfühlungsvermögen brauchen Und dass ihre Besitzer eine große Verantwortung übernehmen, wenn sie sich ein Tier nach Haus holen - am besten aus dem Tierheim".



